Im Wiesenbrütergebiet bei Anzenkirchen finden in diesem Winter umfangreiche Pflegearbeiten statt. Um den Lebensraum für gefährdete und vom Aussterben bedrohte Wiesenbrüterarten zu erhalten und weiter aufzuwerten, werden auf ausgewählten Flächen Gehölze entfernt. Arten wie Kiebitz, Feldlerche oder Wiesenpieper sind auf offene Landschaften mit freier Sicht angewiesen; Bäume und dichter Bewuchs bieten dagegen Greifvögeln und Rabenkrähen Ansitzmöglichkeiten und erhöhen so den Druck auf die Bodenbrüter. Neben der gezielten Entfernung von Gehölzen werden flache Mulden und Feuchtstellen angelegt, die dem Kiebitz als Nahrungs- und Balzflächen dienen. Mit den Maßnahmen soll der Offenlandcharakter des Gebietes wiederhergestellt, der Lebensraum der Wiesenbrüter langfristig gesichert und der Biotopverbund gestärkt werden, heißt es vom Landratsamt Rottal-Inn.
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