In Niederbayern ist die erste „Krebssperre“ errichtet worden – und zwar in einem Bach im Landkreis Freyung-Grafenau. Die Sperre soll verhindern, dass sich der invasive Signalkrebs weiter ausbreitet und damit den heimischen Steinkrebs verdrängt. Der Signalkrebs stammt ursprünglich aus Nordamerika und bringt eine Krankheit mit, die für einheimische Arten tödlich ist. Die Krebssperre besteht aus glatten Blechen an einem bestehenden Querbauwerk – sie kann von Flusskrebsen nicht überwunden werden. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt ist das derzeit die einzige wirksame Maßnahme, um den Steinkrebs vor dem Aussterben zu bewahren. Weitere Sperren sollen in ganz Bayern folgen.

Foto: Martin Graf, Landratsamt Regen