Ein möglicher Strafprozess wegen der mutmaßlichen Unterschlagung von 3,6 Millionen Euro am Heilliggeist-Bürgerspital in Landau ist nicht vor Sommer zu erwartet. Am Landgericht Landshut ist noch offen, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen wird und es zu einem Prozess kommt. Ein Gerichtssprecher teilte mit, dass die zuständige Kammer wegen anderer Verfahren bis in den Sommer ausgelastet ist – vorher ist daher nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. Die Staatsanwaltschaft Landshut wirft einer ehemaligen leitenden Mitarbeiterin Untreue in 111 Fällen vor. Das arbeitsgerichtliche Verfahren zur Rückforderung des Geldes ruht derzeit. Der laufende Betrieb des Landauer Seniorenheims ist von dem fehlenden Geld nach Angaben der Stiftung nicht beeinträchtigt.
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